Ein kleiner Exkurs in die Geschichte des Vereins



1928

Die Wurzeln des Zwickauer Eisenbahnerfußballs reichen bis in die letzten Tage des Jahres 1928 zurück. Damals entdeckte der aufmerksame Leser  in der Ausgabe des Zwickauer Tageblattes vom 30.12. unter der Rubrik „Sportkalender“ erstmals einen kurzen Hinweis zu einem gewissen VfL (Verein für Leibesübungen) Reichsbahn Zwickau:

So unscheinbar kann Geschichte sein: Der erste schriftliche Hinweis auf unsere „Vorfahren“
So unscheinbar kann Geschichte sein: Der erste schriftliche Hinweis auf unsere „Vorfahren“



bis 1947 

Die ersten Jahre verbrachte die Mannschaft in der untersten Spielklasse jener Zeiten, der sogenannten II. Klasse des Gaus Westsachsen und fiel dabei weniger durch filigrane Technik als durch ihre extrem rauhbeinige Spielweise auf, die bereits nach der 3. Saison in Ermangelung spielberechtigten Personals zum vorläufigen Rückzug aus dem Wettkampfbetrieb führte. 

Das Team spielte zunächst auf dem ehemals vielgenutzten Schwanenschloss-Sportplatz und wechselte später auf den bahneigenen Sportplatz an der Bürgerschachtstraße.

Nach dem 2. Weltkrieg erwachte auch in Zwickau langsam der Fußball wieder.
Am 07.03.1947 erschien in der Freien Presse folgender Aufruf:

Als Reichsbahn Zwickau nahm man fortan am Spielbetrieb teil.
Als Reichsbahn Zwickau nahm man fortan am Spielbetrieb teil.



bis 1953

Zunächst blieb der Sportplatz an der Bürgerschachtstraße Heimstatt der Fußballer, ehe Anfang 1950 im Rahmen eines Tausches mit der Stadt Zwickau der Brander Sportplatz an der „Hochwarthe“ zum neuen Domizil wurde.

Durch die landesweite Gründung der Betriebssportgemeinschaften (BSG´s) entstand 1949 die BSG Lokomotive Zwickau mit dem Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) als Trägerbetrieb. Dadurch stießen eine Reihe neuer Sportfreunde zur Abteilung, die im RAW beschäftigt waren bzw. dort Beschäftigung fanden.

1953 erreichte man das Endspiel um die „Silberne Lok“ - eine Art interne Meisterschaft der Reichsbahn, verlor dieses jedoch erwartungsgemäß gegen den damaligen DDR-Oberligisten Lok Stendal.

Vor dem Endspiel um die „Silberne Lok“ 1953
Vor dem Endspiel um die „Silberne Lok“ 1953

obere Reihe v.l.: Herbert „Gück“ Tautenhahn (ML), Rudi Ruhland (später Spieler in Jena), Gerhard Feustel, Helmut Kreutz, Lothar Krätzschmar, Siegfried Tröger (wechselte nach diesem Endspiel zum Gegner und DDR-Oberligisten Lok Stendal), Gotthard Tröger, Helmut Schürer, Siegfried Kaiser untere Reihe v.l.: Erich Röder, Helmut Herold (TW), Gerhard Trögeres fehlt: Trainer Artur Leib



1957

Im Jahre 1957 erreichte das Team durch glanzvolle Siege, unter anderem einem unvergessenen 4:3 zu Hause gegen Wismut Gera, die 2. Hauptrunde des FDGB-Pokals. Das Los verschaffte den Lokerern daraufhin ein Auswärtsspiel beim Oberligisten und Meisterschaftsaspiranten SC Dynamo Berlin. Dort verlor man lediglich mit 4:1 und hinterließ einen mehr als respektablen Eindruck.

 




1960/61

1960/61 errang die Mannschaft erstmals den Aufstieg in die Bezirksliga, nachdem man 3 Jahre hintereinander nur den undankbaren 2. Platz in der Staffel belegt hatte. Damals dabei waren:




bis 1987

In den folgenden Jahren pendelte die Mannschaft mehrmals zwischen Bezirksliga und Bezirksklasse.  

Im Jahre 1976 zog die Abteilung nach Fertigstellung eines Hart-und Rasenplatzes an ihren heutigen Spielort nach Marienthal um.

Unvergessliche Höhepunkte hielt das Jahr 1987 bereit. Zunächst errang die Mannschaft in einem packenden Endspiel gegen Motor Werdau den Titel des Bezirkspokalsiegers. Nach 90 Minuten stand es damals 2:2. Auch die anschließende Verlängerung endete 4:4 Unentschieden. Erst im Elfmeterschießen zeigten unsere Jungs dann stärkere Nerven und gewannen. Somit qualifizierten sie sich für die 1. Hauptrunde des FDGB-Pokals und bekamen als Gast die SG Dynamo Dresden zugelost. Die damals mit Nationalspielern wie Sammer, Kirsten, Stübner, Döschner und Gütschow gespickte Elf hatte einige Mühe im Marienthaler Hexenkessel mit 4:2 die Oberhand zu behalten.



bis Heute

Bis ins Jahr 2000 spielte die erste Männermannschaft in der Bezirksliga. Seitdem bemüht sich die Elf mit einer jungen Truppe um den Wiederaufstieg.






Die ausführliche Chronik der Abteilung Fussball des ESV Lok Zwickau in Buchform kann zum Preis von 20 Euro in der Geschäftsstelle des Vereins in der Steinpleiser Straße oder beim Vereins-Präsidenten, Roland Stangenberg, erworben werden.